Autor: l.y

  • Schulfest

    Nach einem Spaziergang mit Sota, meinem ersten japanischen Freund ähnlichen Alters, lud er mich auf ein Schulfest an einer lokalen Grundschule ein. Das klingt erstmal seltsam, lag aber daran, dass seine Mutter Teil des Organisationsteams war.

    Das Fest fand auf dem Schulhof statt, wo neben einem Yagura auch eine Bühne und mehrere Stände für Essen und Trinken aufgebaut waren. Trotz dem es sich um ein Grundschulfest handelte, war nur ein kleiner Anteil der Anwesenden wirklich im Grundschulalter. So fanden auf der Bühne zunächst hauptsächlich Tanzvorstellungen statt, allerdings eher von Studenten und Schülern älteren Alters. Neben den leckeren Snacks an den Ständen war die Stimmung allgemein sehr ausgelassen und fröhlich. Besonders beim Bon Odori, einem traditionellen Tanz etwas später am Abend und der Show danach, bei der viele Kinder und auch die Erwachsenen zum Mittanzen vor und auf der Bühne animiert wurden.

    Es war eine tolle Veranstaltung für Familien sowie Teilnehmer beliebigen Alters.

  • Cafe If 1995

    Bei einer meiner liebsten Entdeckungen in der Nachbarschaft, handelt es sich um ein kleines, unscheinbares Café mit dem Namen „Cafe If 1995“ – bereits in der ersten Woche hat dieses Café auf Google Maps mein Interesse geweckt. Da es allerdings täglich nur bis 17 Uhr geöffnet ist und meine Tage anfangs ziemlich gut gefüllt waren, schaffte ich meinen ersten Besuch erst nach einer Weile.

    Der Name dieses Cafés ist definitiv Programm. Vom Innenraum, der Einrichtung, über Geschirr und Deko, bis zur Methode der Kaffeezubereitung, ist alles (so wie) aus dem Jahr 1995. „So wie“ in Klammern gesetzt, denn die Besitzerin erzählte mir später, dass sich das Meiste tatsächlich seit diesem Jahr der Eröffnung nicht verändert hat.

    Als ich das Café zum ersten Mal betrat war ich der einzige Gast. Das Menü ist, gerade im Hinblick auf das Essen, sehr preiswert und besonders die Sets sogar ziemlich günstig. So bestellte ich ein Set mit gemischten Sandwiches, Kaffee und Salat für lediglich 830 Yen. Während ich der spannenden Kaffeezubereitung mit Syphon folgte und die Besitzerin dabei war, die Sandwiches zuzubereiten, beichtete sie mir, dass sie etwas nervös sei, da nicht häufig Gäste aus dem Ausland vorbeikommen würden. Ich versicherte ihr, dass das nicht nötig sei und versuchte möglichst gut, mich auf Japanisch mit ihr zu unterhalten.

    Nachdem das Set fertig zubereitet war konnte ich den besten schwarzen Kaffee genießen, den ich bis dato in Japan getrunken habe. Auch die frisch zubereiteten Sandwiches waren, wenn auch aufgrund der Menge des Inhalts etwas schwierig zu essen, ohne dass etwas hinausfällt, ein purer Genuss. Insgesamt also ein wahres Gedicht für die Geschmacksknospen und zusammen mit der ruhigen und angenehmen Atmosphäre im Café einer der Gründe dafür, dass dieses Café fortan mein Go-To-Spot für’s Frühstücken und Lernen werden sollte.

  • Geschichten aus dem Izakaya II

    Jobangebot

    Auch mein dritter Besuch im Izakaya blieb nicht ohne Früchte. Als ich erwähnte, dass ich bald Sommerferien haben würde und für diese Zeit gegebenenfalls nach einem Job suchen würde, sprach mich jemand mit dem Spitznamen „Don“ an und meinte, er könne mir vermutlich einige Putzjobs auf Tagesbasis anbieten. Etwas sketchy, womöglich – aber dennoch eine tolle Geste. Auch hier tauschte ich also Kontaktdaten aus und bat ihn, mich zu kontaktieren, falls sich etwas ergeben sollte.

    Bekannte in der ganzen Einkaufsstraße

    In der dritten Woche meines Aufenthalts besuchte ich erneut das Ramen-Restaurant, in dem ich bereits an meinem ersten Tag essen gewesen war. Dort fragte mich der Besitzer plötzlich, ob ich einen gewissen Itou-san kenne. Der Name kam mir zwar zunächst bekannt vor, allerdings hatte ich in der Zwischenzeit so viele Leute kennengelernt, dass ich mir nicht mehr sicher war, um wen genau es sich handelte. Daraufhin zeigte er mir das Instagram-Profil des Herrn, mit dem ich ein Foto gemacht und Karaoke gesungen hatte. Er erzählte mir, dass auch Itou-san regelmäßig bei ihm zu Gast sei und die beiden sich kurz über mich unterhalten hätten.

    Scheinbar kann man durch regelmäßige Besuche in Restaurants und Izakayas in der Nähe einen recht guten lokalen Bekanntheitsgrad erreichen.

  • Geschichten aus dem Izakaya I

    Kontakte knüpfen im Izakaya

    Bei meinem zweiten Besuch in dem Izakaya, das ich als Erstes besucht hatte, wurde ich wieder unfassbar freundlich willkommen geheißen. Eine Dame, die auch bei meinem ersten Besuch dort gewesen war, erzählte mir, dass ihr Sohn gerne Englisch üben würde. Von der Idee eines Übungspartners und gegebenenfalls eines ersten Freundes in Japan war ich natürlich sehr angetan. Daher bot ich mich sofort als Gesprächspartner an und wir tauschten Kontaktdaten aus. Wenige Tage später erhielt ich eine Nachricht von ihrem Sohn, und wir vereinbarten ein erstes Treffen. Ein klarer Beweis dafür, dass man in Izakayas wunderbar Kontakte knüpfen kann.

    Karaoke Challenge

    Auch mein zweiter Besuch im zweiten Izakaya war ein voller Erfolg. Als ich ankam, wurde ich direkt mit Namen begrüßt und die Dame hinter der Theke konnte sich an alle Details erinnern, die ich beim letzten Mal erzählt hatte. Tatsächlich rief sie sogar den anderen Gast vom ersten Besuch an, um ihm mitzuteilen, dass ich wieder da sei – allerdings war er wohl noch auf der Arbeit.

    Stattdessen unterhielt ich mich mit einem anderen Herrn, der mich sogleich auf zwei Bier einlud und ein Foto mit mir für seinen Instagram-Account machen wollte. Ich willigte natürlich ein. Zwei Biere und eine Unterhaltung später forderte er mich schließlich zum Karaoke heraus. Ich sollte versuchen, einen Song auf Japanisch zu singen. Praktischerweise befand sich direkt gegenüber, auf der anderen Straßenseite, eine kleine Karaokebar, zu der wir uns sofort aufmachten.

    In der Bar gab es einen kleinen Raum mit drei Tischen und Bänken sowie zwei Fernsehern für die Songtexte. Auch hier bestand das Personal aus einer älteren, sehr freundlichen Dame. Außer uns war niemand in der Bar. Wir sangen also einfach drauflos, und tatsächlich schaffte ich einen japanischen Song zumindest bis zur Hälfte – dank Live-Furigana-Lyrics. Dazu wurde uns ein Topf mit kleinen Süßigkeiten auf den Tisch gestellt, die ich am Ende alle mitnehmen sollte. Auch hier war ich auf mein Bier eingeladen.

  • O-Matsuri Exploration in Osaka

    In meiner zweiten Woche wurde es Zeit, mal raus aus Kobe zu kommen und Osaka zu erkunden. Über Meetup fand ich eine geführte Tour mit dem Ziel, Kontakte zu knüpfen und Einblicke in die Stadt zu gewinnen.

    Von Kobe aus dauert es etwa 45 Minuten mit dem Zug nach Osaka.

    Das Meetup war durchmischt mit japanischen und internationalen Teilnehmern. Wir wurden durch kleine Gassen geführt und erfuhren dabei Spannendes über einzelne Gebäude und Tempel. Mit allen Teilnehmern kam ich leicht ins Gespräch. Dabei unterhielten wir uns sowohl auf Japanisch als auch auf Englisch.

    Zum Abschluss gingen wir, für mich ein erstes Mal, auf ein traditionelles japanisches Festival (Matsuri), das auf dem Gelände eines Tempels stattfand. Die Atmosphäre war unglaublich lebhaft. Überall wuselten Leute herum; es gab Musik und traditionellen Tanz zwischen leuchtenden Laternen sowie diverse Stände, an denen man Snacks kaufen oder kleine Spiele wie Shateki spielen konnte. Neben Familien waren hier vor allem Jugendliche in Grüppchen unterwegs, hatten Spaß und trugen so zur lebhaften Atmosphäre bei. Das Meetup löste sich zwar auf dem Festival auf, allerdings blieb ich mit einem Teil der Teilnehmer noch dort um gemeinsam Kakigōri zu essen – eine Art Shaved Ice mit Sirup.

    Somit war meine erste Matsuri-Erfahrung ein voller Erfolg und ich kann nur meine vollste Empfehlung aussprechen.

    NICE TO KNOW: Wie auch im Titel zu sehen, erscheint das Wort Matsuri häufig mit der Vorsilbe o-. Dabei handelt es sich um eine japanische Höflichkeitsform, die dem Ausdruck mehr Wertschätzung und einen höflicheren Klang verleiht.

  • Language Exchanges

    Die beste Möglichkeit, erste japanische Kontakte zu finden, habe ich über eine App namens Meetup entdeckt. Hier gibt es eine große Anzahl an Treffen unterschiedlicher Natur, von Wandergruppen und Stadtführungen über Spieletreffen und Partys, hin zu Treffen zum Sprachaustausch (Language Exchange).

    Zu meinem Glück fand ich gleich zu Anfang zwei interessante Gruppen mit regelmäßigen Treffen zum Sprachaustausch in Kobe. Von meiner ersten Teilnahme beider Events berichte ich hier.

    Treffen A fand in einem Café in Motomachi, einem belebten Stadtteil von Kobe statt. Die Teilnahme kostete eine kleine Gebühr von 500 Yen, die an den Organisator gingen. Zusätzlich sollte man im Café mindestens ein Getränk bestellen – nochmal ca. 500 Yen. Alles in allem aber sehr lohnenswert.

    In dem Café waren vier Tische mit jeweils vier Plätzen reserviert. Die Tische wurden mit den Buchstaben A bis D gekennzeichnet. Bei rund 12 Teilnehmern waren nur etwas mehr internationale Teilnehmer dabei, als japanische – normalerweise überwiegt aber laut Hörensagen die Anzahl der japanischen Teilnehmer. Die Teilnehmer verteilten sich auf die Tische und sprachen jeweils 15 Minuten auf Englisch und 15 Minuten auf Japanisch miteinander. Nach 30 Minuten zog man verdeckt eine Karte mit einem der vier Buchstaben und wechselte an den entsprechenden Tisch. So konnte man mit verschiedenen Teilnehmern ins Gespräch kommen. Nach drei Durchläufen war das Event im Café zwar beendet, alle Teilnehmer, die Lust darauf hatten, konnten aber noch mit zum gemeinsamen Mittagessen kommen.

    Persönlich konnte ich durch das Event mein Japanisch üben und vier neue Kontakte auf LINE einspeichern. Nach dem Mittagessen ging ich mit zwei Teilnehmern noch weiter zum Hafen und wir verbrachten einen schönen Nachmittag.

    Treffen B war etwas anders organisiert und fand in einer Art Kulturzentrum statt mit einer Bar, zwei langen Tischen und einem Schrank voller Brett- und Kartenspiele. Es gab keinen geregelten Ablauf – dafür aber auch keine Kosten, außer auch hier die Bitte, ein Getränk (rund 800 Yen) zu bestellen. Aufgrund des niedrigeren Anteils an japanischen Teilnehmern wurde mehr Englisch, aber auch ein wenig Japanisch gesprochen und wir spielten in einer kleineren Gruppe mehrere Spiele gemeinsam.

    Auch hier konnte ich neue Kontakte einspeichern und ging mit zwei anderen Teilnehmern noch in Sannomiya Takoyaki essen.

  • Takatori Jinja

    Gegen Ende der ersten Woche unternahm ich meine erste kleine Wanderung zu einem Schrein auf einem kleinen Berg in der Nähe von meinem Sharehouse.

    Da die Tage im Hochsommer mit Abstand zu heiß sind machte ich mich zu Sonnenuntergang auf den Weg. Das macht in Japan zu dieser Jahreszeit zwar scheinbar nur einen seichten Unterschied von zwei bis drei Grad; die Abwesenheit der gleißenden Sonne ist aber doch ein ganz angenehmer Aspekt bei der körperlichen Betätigung zu Temperaturen von über 30 Grad.

    Wie das so ist, wenn man die Stadt verlässt, verlässt einen auch die Internetverbindung. Auf der Hälfte der Strecke ungefähr fand ich mich dann an einer Weg-Abzweigung wieder. Während ich unfähig, im Internet nach dem Weg zu schauen, noch in meiner Orientierungslosigkeit verharrte, kam glücklicherweise ein netter Herr des Weges. So konnte ich mich nach dem Weg zum Schrein erkundigen. Als Antwort wurde mir direkt angeboten, gemeinsam den Berg zu erklimmen. Dieses Angebot nahm ich selbstverständlich dankend an und erhielt somit direkt eine weitere Möglichkeit, Konversation auf Japanisch zu üben. Auf dem Weg den Berg hinauf erfuhr ich, dass er nahezu jeden Abend als Fitnessprogramm den Berg bestiege. So verriet er mir auch vor jedem Treppenabschnitt die exakte kommende Stufenanzahl und versprach mir bereits zuvor eine lohnenswerte Aussicht am Ende unseres Aufstiegs.

    Auf der Strecke zum Takatori Jinja befinden sich eine Menge kleiner Cafés, die zu dieser späten Stunde allerdings bereits geschlossen waren. Neben den Cafés gab es über den gesamten Weg eine Vielzahl an streunenden Katzen.

    Mit der lohnenswerten Aussicht hatte mir mein spontaner Begleiter nicht zu viel versprochen. Oben angekommen, erwartete uns eine atemberaubende Aussicht über Kobe und die dahinter liegenden Inseln in der Bucht von Osaka. Da ich die Aussicht etwas länger genießen wollte trennten wir uns nunmehr am Gipfel und während mein spontaner Begleiter nach wenigen Minuten wieder den Abstieg beschritt, erkundete ich Schrein und Berggipfel und stieß dabei neben einem sehr, sehr dunklen Friedhof auch noch auf einige gute Fotomotive.

    Während meines alleinigen Abstiegs nahm ich auf einmal einen sich windenden Schatten zwischen meinen Füßen wahr und stellte mit einiger Überraschung fest, dass sich da eine Schlange zwischen ihnen entlangschlängelte. Abgesehen davon hörte ich zwar häufiger mal lautes Geraschel in den Büschen, dachte mir aber nicht viel dabei und kam letztlich auch sicher unten wieder an.

    Einige Tage später erwähnte ich meinen abendlichen Ausflug in einem Gespräch in einem meiner Stamm-Izakaya und erfuhr, dass es wohl gerade abends aktive Füchse, aber auch Wildschweine in den Bergen gäbe und mir wurde geraten, diese nur noch tagsüber zu besteigen. Ob es sich bei dem Geraschel nun um ein gefährliches Tier handelte, konnte ich natürlich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr feststellen. Gerade im Bezug auf die Wildschweine bin ich darüber aber relativ froh!

  • Entrance Ceremony

    Am Mittwoch der ersten Woche fand die ENTRANCE CEREMONY der Schule statt.

    Diese hätte wohl klassisch-anmutender nicht sein können. Wir fanden uns in einem Raum ein, in dem die Schüler in mehreren Reihen in der Mitte saßen. Schulpersonal, also Lehrer und Schulleitung saßen am Rand. An der Vorderwand des Raumes hing ein Banner mit Logo und Namen der Schule und eine japanische Flagge.

    Zunächst wurde eine Hymne gesungen. Den Text kannte vermutlich niemand der neuen Schüler, durch das Video konnte dies jedoch einigermaßen kaschiert werden. Anschließend gab es eine kleine Einführung von einer Lehrerin in die Zeremonie, gefolgt von Reden von Schulleiter, Vertreter der Schüler im Abschlussjahrgang und Vertreter der neuen Schüler.

    Zum Schluss wurden die Schulregeln erklärt. Die Essenz: Nicht im Unterricht fehlen, nicht zu spät kommen, keine Handys im Unterricht verwenden und nur mit Bleistift schreiben. Sollte man durch Krankheit oder andere Umstände mal zu spät oder gar nicht kommen, muss man bei nächster Ankunft in der Schule zunächst am Lehrerzimmer einen Zettel mit Unterschrift abholen, diesen zum Unterricht mitnehmen, dort von der Lehrkraft unterschreiben lassen, dann wieder in Lehrerzimmer gehen und den Zettel erneut unterschreiben lassen und abgeben. Wortlaut: „Kommt am besten immer und pünktlich zur Schule!“

    Am Ende wurden noch Gruppenfotos auf einem Balkon gemacht und die Zeremonie wurde mit gemeinsamen Essen und Trinken auf Kosten der Schule abgeschlossen.

  • Izakaya, die Zweite

    An meinem dritten Tag beschloss ich, nach meiner guten ersten Erfahrung mit einem Izakaya, erneut eines aufzusuchen und entschied mich dieses Mal für eines in der anderen Richtung – ebenfalls etwa fünf Gehminuten entfernt.

    Auch hier fiel die Begrüßung überrascht aus, es kämen wohl nicht so viele „Ausländer“ hierher. Doch wie am vorigen Tag wurde ich sehr herzlich in die Konversation eingebunden. An diesem Abend war wir lediglich zwei Gäste. Dadurch konnte ich hier sogar noch tiefer ins Gespräch einsteigen, um mein Verständnis zu erweitern und Redepraxis zu erhalten.

    Scheinbar ist ein aus dem Ausland kommender, Japanisch sprechender Gast wirklich eine Seltenheit. Nach einer Weile im Gespräch fragte mein Mitgast, ob das Izakaya auch eine Telefonnummer hätte und bat die Dame hinter der Theke, ihn anzurufen, wenn ich nochmal kommen würde.

  • Izakaya, die Erste

    An meinem zweiten Tag in Japan war es mir ein Anliegen, in einem Izakaya essen (und trinken) zu gehen. Da ich am Vortag ein belebtes Izakaya auf meinem Rückweg nach Hause gesehen habe, nur etwa fünf Minuten Fußweg entfernt, entschied ich mich dieses aufzusuchen.

    Nachdem ich sehr überrascht begrüßt wurde und meine Intention, zu Abend zu essen, auf Japanisch kommunizierte, wärmte sich die Atmosphäre schnell auf und ich wurde erfreut willkommen geheißen.

    Izakayas sind wohl eine der besten Optionen, um wahrhaft in die lokale Gesellschaft einzutauchen. Von meinen netten Mitgästen gesetzten Alters wurde ich, unter Betonungen, dass ich hier sehr willkommen sei, zu einem Omelett und einem Getränk eingeladen.

    Eigentlich war ich bereits wieder auf dem Sprung, als die Dame an der Theke, die sich als Acchan vorstellte, erzählte, dass sie eine Enkelin habe und mich bat, noch ein bisschen zu bleiben, damit sie mir sie vorstellen konnte. Einen Anruf und 30 Minuten später kam dann die Tochter von Acchan, gemeinsam mit ihrer Enkelin im Izakaya vorbei und es wurde gleich ein Verkupplungsversuch gestartet „die Kinder würden doch so süß werden“…

    Vielleicht eine etwas seltsame Situation auch für die Enkelin, die ihrer Oma gegenüber betonte, dass sie erst 18 Jahre alt sei – abgesehen davon aber irgendwie herzlich, wärmend und eine lustige erste Erfahrung im lokalen Izakaya.