Bahn(ver)fahren

Auf einem Heimweg in der ersten Woche durfte ich sogleich auch erfahren, wie es ist, sich mit der Bahn in einer japanischen Großstadt zu verfahren.

Da häufig auf derselben Strecke verschiedene Bahnlinien fahren, die sich nur geringfügig unterscheiden, kann es leicht passieren, in den falschen Zug zu steigen. Dieser fährt dann womöglich zwar am designierten Ausstiegshalt vorbei, hält dort aber nicht an.

Das Gute: Es gibt keine Ticketkontrolle im Zug, wie in Deutschland, sondern Ein- und Ausgangstore an den jeweiligen Stationen. Hier scannt man üblicherweise seine Geldkarte (z.B. Suica) beim Eintritt in die Station und dann beim Verlassen der Zielstation erneut, sodass der Preis für die Strecke von erfasstem Start bis Ziel automatisch berechnet und abgezogen wird. Dafür muss die Geldkarte zuvor mit einem Guthaben aufgeladen werden.

Das heißt auch: Solange man die Station nicht durch die Tore verlässt, kann man innerhalb des Systems beliebig fahren, ohne dass etwas berechnet wird. Dass man versehentlich zu weit gefahren, umgestiegen und wieder zurückgefahren ist, weiß das Tor an der Zielstation nicht.

Fazit: Verfahren mit dem Zug ist kein Problem und wird nicht zum teuren Spaß. Einfach nicht die Station verlassen, neu orientieren und zurückfahren. Der Fahrtpreis bleibt, wie ursprünglich eingeplant.