Bei der Einreise am Flughafen KIX gelangt man zunächst in den IMMIGRATION-Bereich des Flughafens. Der erste Schritt ist relativ einfach, denn es gibt eine Ausschilderung mit der Aufschrift FOREIGN PASSPORTS. Der Ausschilderung folgend findet man sich in einer Halle mit diversen Schaltern wieder, über denen Schilder mit den Aufschriften TEMPORARY VISITOR / TOURIST oder RESIDENCE CARD hängen.
Bevor man sich an einem Schalter anstellt, sollte man die DISEMBARKATION CARD FOR FOREIGNER ausgefüllt haben. Hier werden einige Dinge abgefragt, die eigentlich bereits bei Visumsantrag angegeben wurden – wie der Grund für den Besuch, oder ob eine kriminelle Historie vorliegt. Da ich nicht wusste, dass das Ausfüllen der Karte vonnöten ist, ging ich sofort zum Schalter. Hier wurde ich allerdings freundlich auf das Formular hingewiesen und hatte die Möglichkeit, das Formular in Ruhe auszufüllen und wieder zum Schalter zu kommen.
Neben den TEMPORARY VISITOR / TOURIST und RESIDENCE CARD Schaltern gibt es auch einen Schalter, der beide Aufschriften trägt. Um auf Nummer sicherzugehen und nichts falsch zu machen, entschied ich mich anschließend für diesen Schalter. Tatsächlich erhält man nämlich gleich am Flughafen, sofern ein entsprechendes Langzeitvisum vorliegt, seine persönliche RESIDENCE CARD – zu diesem Zeitpunkt noch ohne eingetragene Adresse. Dieser Prozess dauert einige Minuten ist aber völlig unkompliziert und bedarf lediglich des Reisepasses mit dem Visum.
Die RESIDENCE CARD fungiert ähnlich einem Ausweis und enthält somit auch Lichtbild, Geburtsdatum und weitere Angaben. Innerhalb von zwei Wochen ist man verpflichtet, sich an seinem Wohnort innerhalb Japans mit der RESIDENCE CARD zu melden.
Nach erfolgreichem Erhalt der RESIDENCE CARD ist es endlich soweit und man kann aus dem Flughafen – oder so dachte ich es zumindest. Zwar kann man nun sein Gepäck abholen, die Sache mit den Formularen ist aber noch nicht zu ende. Denn vor dem Verlassen des Flughafens muss man noch die CUSTOMS DECLARATION ausfüllen.
Auch hier bin ich wieder blind reingestrauchelt und wurde am entsprechenden Ausgang darauf hingewiesen, dass ich nochmal zurückgehen müsse, um das Ausfüllen des Formulars an einem Tisch mit Kugelschreibern nachzuholen. Dem jedoch nicht genug – hier ist es auch notwendig, seine Adresse in Japan (der ersten Unterkunft) einzutragen. Das ist einfacher gesagt als getan, wenn die Adresse eigentlich vollständig aus Kanji besteht. Ich persönlich habe das Feld demnach freigelassen und dem netten Herrn am Ausgang erklärt, dass ich noch Schwierigkeiten habe, Kanji zu schreiben. Das war jedoch kein Problem, denn ich konnte meine Adresse digital zeigen und er trug in zuvorkommender Weise die Adresse für mich ein.