Strandabenteuer

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An einem meiner freien Tage in den Sommerferien entschloss ich mich, auf eine kleine Erkundungstour zu gehen.

Meine Lieblingsmethode für solche Erkundungen sieht folgendermaßen aus: Ich suche mir Orte auf Google Maps, die interessant aussehen, und markiere sie. Anschließend fahre ich hin.

Da ich gerne mal an einen Strand gehen wollte, aber keine großen Menschenmassen mochte, erweckte ein kleiner, unscheinbarer Strand unweit des menschenüberlaufenen Suma-Beach meine Aufmerksamkeit, und ich machte mich auf die Reise zum Sumaura-Park, von dem aus es so aussah, als ob man den Strand fußläufig erreichen könnte. Nach einem Spaziergang durch den Park lief ich ein kurzes Stück an der Straße entlang und gelangte zu einer kleinen, unscheinbaren Treppe, die in einen kleinen Tunnel unter Bahnschienen führte. Diesen durchquerend, fand ich mich an einem tiefliegenden Sandabschnitt wieder, von dem aus ich über einige Tetrapoden klettern musste, um letztlich am verlassenen Strand anzukommen.

Nicht ganz verlassen, denn eine Gruppe von vier Jugendlichen saß zusammen am Strand, um dort zu grillen. Zunächst ging ich an der Gruppe vorbei, um mich etwas weiter weg alleine hinzusetzen, Steine ins Wasser zu werfen und die Atmosphäre zu genießen. Beim Vorbeigehen sagte ich den Jugendlichen, dass das Essen sehr lecker rieche. Als ich mich auf den Rückweg an den Jugendlichen vorbeimachte, um etwas zu Abend essen zu gehen, boten sie mir auf einmal eine Schale mit gegrilltem Yakisoba an. Das Angebot konnte ich natürlich nicht ablehnen, und so setzte ich mich zu ihnen, aß Yakisoba und unterhielt mich ein wenig mit meinen spontanen Wohltätern. Sie erzählten mir, dass sie Erstjährlinge an einer Universität in Kobe seien und auch zum ersten Mal diesen Strand besuchten. Nachdem ich aufgegessen hatte, wünschten sie mir noch einen schönen Tag, und ich machte mich auf den Rückweg.

Leichter gesagt als getan, sollte ich feststellen, denn der Tunnel, durch den ich hergelangt war, stand auf einmal unter Wasser. Tja, Ebbe und Flut sind wohl auch hier ein Ding. Abwägend, ob ich die Schuhe ausziehen und durch die etwas dreckige Suppe stapfen oder nach einem anderen Ausweg suchen sollte, entschied ich mich für die letztere Option. Diese führte letztlich dazu, dass ich knapp einen Kilometer bei Dämmerung und einsetzendem Regen, von Wasser umringt, über die Tetrapoden bis zum Suma Fishing Park kletterte, um endlich schweißüberströmt zurück in die Zivilisation zu gelangen. Ein echtes Abenteuer.